Aktuelles

Neuerscheinung

Mauthausen im Bild

Fotografien prägen unser Bild von nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Sie werden vielfach unkritisch als objektive Darstellungen der historischen Realität wahrgenommen, ihr Entstehungszusammenhang rückt vor ihrer angenommenen Eindeutigkeit in den Hintergrund. Insbesondere Täterfotos werden regelmäßig verwendet.

Diese Studie beschäftigt sich mit Fotografien, die von SS-Angehörigen im KZ Mauthausen aufgenommen wurden. Ziel ist, die Hintergründe dieser Bilder, ihre Funktionen für die Täter und ihre Nachwirkungen darzustellen, um den Blick auf diese spezifischen Quellen zu schärfen. Ein zentrales Anliegen ist es, die Fotografien nicht einfach als Abbildungen der Lagerrealität, sondern als Dokumente der Täter zu begreifen.

Die Geschichte der SS-Fotografien aus dem KZ Mauthausen ist eng mit der Geschichte des Widerstandes von Häftlingen im Lager verbunden. Nur durch eine spektakuläre Rettungsaktion, vor allem durch spanische Deportierte organisiert, konnten diese einzigartigen Aufnahmen für die Nachwelt erhalten bleiben. Ihr Wert ist jedoch ein paradoxer, wie ihn der Mauthausen-Überlebende Francisco Boix, der eine wesentliche Rolle in der Rettung der Aufnahmen spielte, auf den Punkt brachte: "Vieles des Abgebildeten war nur für Fotografien gestellt, 'während es in Wirklichkeit ganz anders war.'"

Packageangebot für PädagogInnen

Broschüre "Das Konzentrationslager Mauthausen"

Das Konzentrationslager Mauthausen wurde nur wenige Monate nach dem "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland gegründet und entwickelte sich sehr schnell zu einem der gefürchtetsten Konzentrationslager mit enormen Opferzahlen.

Diese Broschüre bietet einen geschichtlichen Überblick und Hintergrundinformationen zum KZ Mauthausen und zum gesamten Lagersystem.

Zu den Autoren:

Hans Maršálek
Verhaftet 1941 wegen Widerstandstätigkeit gegen die Nationalsozialisten und ab 1942 Häftling im KZ Mauthausen. Nach dem Krieg Aufbau des Mauthausenarchivs, des Mauthausenmuseums, Autor zahlreicher Publikationen und jahrelanger Leiter der KZ-Gedenkstätte. Obmann der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen. Verstorben 2011.

Kurt Hacker
Verhaftet wegen Widerstandstätigkeit gegen die Nationalsozialisten und Einweisung in das KZ Auschwitz. Flucht aus dem KZ knapp vor der Befreiung. Nachfolger von Hans Maršálek als Leiter der KZ-Gedenkstätte, Vorstandsmitglied der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen und Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees. Verstorben 2001.

Packageangebot: 10 Stück € 25,- zzgl. Versand

Hintergrundbild